Flavity liebt Transparenz & Legalität: nur sie sichern faire Löhne für gute Arbeit! (1/2)

Preisbildung am Markt für haushaltsnahe Dienstleistungen

Warum zahlen Sie eigentlich genau 8.50€ pro Stunde für Ihre Haushaltshilfe? Warum zahlt Ihr Nachbar 15€ und warum zahlt ein selbständiger Kollege 35€ pro Stunde? Was ist eine Stunde putzen im Haushalt wert? Was eine Stunde putzen im Büro oder Betrieb wert?

Der Markt für Haushaltsnahe Dienstleistungen in Privathaushalten ist von immenser volkswirtschaftlicher Bedeutung schon wegen seiner schieren Größe. Betrachten wir zunächst nur die private Nachfrage.

Das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln schätzt, dass 4 Millionen Haushalte in Deutschland eine Hilfe arbeitet. Diese Zahl steigt, da immer mehr doppelverdiener Haushalte Hilfe im Haushalt wertschätzen. Auch der demografische Wandel lässt die Nachfrage nach haushaltsnahen Dienstleistungen weiter steigen. Nebenden rund 4 Millionen Haushalten, die heute eine Hilfe illegal beschäftigen, sind weitere 234.000 Hilfen bei der Minijob-Zentrale angemeldet. Das sind zwar mehr Anmeldungen als je zuvor, aber damit arbeiten immer noch 95% der Haushaltshilfen illegal.[1]

Im Volksmund wird die Schwarzarbeit in diesem Sektor damit begründet, dass angemeldete Arbeit zu teuer ist. Die Kunden können sich demnach eine legale Haushaltshilfe nicht leisten. Stimmt das?!

Löhne ergeben sich am Markt nach dem Prinzip der Knappheit.[2] Auch die Löhne für Haushaltshilfen unterliegen diesem, wenn legal fakturiert wird. Wie steht es also um das Angebot für haushaltsnahe Dienstleistungen? … Schwer zu sagen. Es gibt kaum strukturierten Daten dazu,  wie viele Haushaltshilfen in Deutschland am Markt aktiv sind, wie diese ausgebildet sind, oder ähnliches. Auch das ist eine Folgeerscheinung der Illegalität. Diese durch die Illegalität verursachte Intransparenz ist es auch, die die niedrigen Preis für die angefragten Leistungen zementiert.
Der Käufer kann die Leistung die er einkauft vor der Beauftragung nur schwer beurteilen, darum zahlt er maximal einen Durchschnittspreis auch für gute Leistungen. Gute Anbieter verschwinden vom Markt, da sie ja maximal einen Durchschnittspreis verlangen können, es kommt zu einer Abwärtsspirale an deren Ende nur noch minimale Preise erzielt werden können.[3] Diesen Trend durchbricht Flavity! Flavity ermöglicht Endkunden, den Wert der eingekauften Leistung zu beurteilen bevor ein Vertrag zu Stande kommt. Nur so können für eine angebotene hohe Qualität entsprechend hohe Preise generiert werden. Preisbildung wie am freien Markt wird möglich.

Aber was ist ein fairer Preis für eine haushaltsnahe Dienstleistung?

… to be continued

 

 

[1] Vgl. Die Welt 2012

[2] Vgl. Sinn 2005b: 1

[3] Dieses Phänomen wurde erstmals von Akerlof in seinen Abhandlungen “Market for Lemons” am Beispiel von Gebrauchtwagen analysiert (Hidden Characteristics).

 

LITERATUR

Die Welt. Ausgabe vom 17.06.2012. So rechnet sich der Einsatz einer Putzfrau im Haus. Online verfügbar unter: http://www.welt.de/finanzen/geldanlage/article106615918/So-rechnet-sich-der-Einsatz-einer-Putzfrau-im-Haus.html (Zuletzt aufgerufen am 16. Juni 2014)

Handwerkskammer Dresden. Neuer Mindeslohn für Gebäudereiniger Handwerk. Online verfügbar unter: http://www.hwk-dresden.de/Serviceangebot/Beratung/Recht/ArbeitsundSozialrecht/Mindestlouml;hneimHandwerk/Mindestlohnfuuml;rGebauml;udereiniger/tabid/289/Default.aspx (zuletzt aufgerufen am 16. Juni 2014)

Sinn, Hans-Werner. 2005a. ifo Standpunkt Nr. 66

Sinn, Hans-Werner. 2005b. ifo Standpunkt Nr. 69

 

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